Wer in Deutschland auf die Tour de France wettet – und woran man das Angebot misst
Die Tour de France 2026 ist gefahren. Vom 4. bis 26. Juli 2026 führte das Feld in 21 Etappen und 3.245 km von Barcelona nach Paris, am Ende stand Tadej Pogačar mit seinem fünften Gesamtsieg oben. Wer auf das nächste Rennen der Frankreich-Rundfahrt setzt – oder das nächste Etappenrennen des World-Tour-Kalenders –, landet schnell bei zehn Buchmachern, die alle „die besten Quoten“ versprechen. Hinter dieser Fassade entscheidet sich an drei Stellen, ob ein Angebot zu einem passt: an der Erlaubnis, am Wettprogramm für Radsport und an der Marge, die in jeder Quote steckt. Dieser Überblick ordnet die zehn Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, nach genau diesen drei Achsen.

Stand: 15 Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Listenstand 2. Oktober 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Anbieter überhaupt auf die Tour de France wetten dürfen
- Wie die Tour de France als Wettgegenstand funktioniert
- Was der Glücksspielvertrag in Deutschland vorschreibt – und was nicht
- Spielerschutz bei einem dreiwöchigen Rennen
- Was zivilrechtlich in Bewegung ist
- Wettquoten Tour de France – was sich auf dem Wettschein findet
- Radsport wetten – Etappentypen, Teams, Wertungen
- Wettanbieter Tour de France im Vergleich
- Was die Wettquote wirklich zahlt – eine Beispielrechnung
- Welcher Anbieter zu welchem Wettenden passt
- Häufige Fragen
Welche Anbieter überhaupt auf die Tour de France wetten dürfen
In Deutschland ist die Frage nach dem „besten“ Wettanbieter zuerst eine nach dem „legalen“ Anbieter. Wer hier ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland ohne Belang, eine .de-Domain allein ebenfalls. Die einzige verlässliche Quelle ist die Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie führt zum Listenstand 2. Oktober 2026 insgesamt 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten – und drei weitere nur für Pferdewetten.

Für die Wettmärkte der Tour de France zählt nur der Eintrag im Sportwetten-Segment der Whitelist. Eine Spielbank-Erlaubnis, eine Poker-Lizenz oder ein Slot-Angebot sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln. Wer dort gelistet ist, hat eine befristete Erlaubnis von regelmäßig fünf Jahren, erstmalig erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt und heute überwacht von der GGL in Halle (Saale). Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum – wer ein Enddatum nennt, erfindet es.
Die hier verglichenen Anbieter sind alle in diesem Segment eingetragen. Sie stehen in der Reihenfolge der Whitelist, nicht in einer bewertenden Rangfolge. Eine feinere Auswahl ergibt sich erst, wenn man das Radsport-Programm und die Quotenstruktur ansieht – und genau das passiert im weiteren Verlauf.
Wie die Tour de France als Wettgegenstand funktioniert
Radsportwetten haben ein anderes Tempo als Fußballwetten. Die Frankreich-Rundfahrt ist kein einzelnes Spiel, sondern ein dreiwöchiges Etappenrennen mit einem Grand Départ, meist rund 21 Etappen, einer Gesamtdistanz in der Größenordnung von 3.500 km, und verschiedenen Wertungen, die sich nicht alle parallel entscheiden. Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, 18 UCI-World-Teams sind zur Teilnahme verpflichtet.

Vier Wertungen tragen ein eigenes Trikot und damit ein eigenes Marktsegment: das gelbe Trikot für die Gesamtwertung nach addierten Zeiten, das grüne für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung und das weiße für die Nachwuchswertung. Bei der 2026er Austragung ging das gelbe Trikot an Pogačar, das grüne an Mads Pedersen, das gepunktete an Richard Carapaz. Wer auf einen dieser Märkte setzt, wettet damit nicht „auf die Tour“, sondern auf eine spezifische Konkurrenz innerhalb des Rennens.
Streckenführung und Etappentyp ersetzen im Radsport den Spielplan: Flachetappen, Mittelgebirge, Hochgebirge, Zeitfahren, Bergetappen mit Zielankunft am Berg. Wer auf Etappensieger wettet, sollte zwischen diesen Typen unterscheiden, denn ein Ausreißer-Spezialist gewinnt kein Bergetappen-Finale, und ein Kletterer gewinnt keinen Sprint in Paris. Diese fachliche Differenzierung schlägt sich im Wettprogramm der Anbieter nieder, und sie schlägt sich in der Marge nieder.
Wettarten, die jedes Radsport-Programm führen sollte
Drei Kernmärkte decken die meisten Buchmacher ab. Der Gesamtsieger (auch: Toursieger, gelbes Trikot) ist die Wette auf den Fahrer mit der niedrigsten kumulierten Zeit – niedrige Quoten bei klaren Favoriten, hohe Quoten bei Außenseitern, Auszahlung erst nach dem Ziel in Paris. Der Etappensieger ist die Einzelwette pro Etappe, die einzeln abgerechnet wird, oft als Dreiweg-Markt mit Ausreißer- und Favoritenchance. Die Trikotwertungen sind Wetten auf grünes, gepunktetes oder weißes Trikot – sie werden häufig als Langzeitwetten angeboten und sind taktisch anders gelagert als die Gesamtwertung.
Darüber hinaus bauen die meisten Anbieter drei Zusatzmärkte auf: Duell-Wetten (Fahrer A gegen Fahrer B nach Zeit oder Punkten), Head-to-Head-Etappen (zwei Fahrer, eine Etappe), und Spezialwetten auf Etappencharakteristika (Anzahl der Ausreißer, Sprintankunft vs. Solosieg, Höhenmeter-Bonus). Welche dieser Märkte ein Anbieter tatsächlich führt, sagt mehr als jede Werbung über das Radsport-Engagement des Hauses.
Wie die Quote entsteht – und warum die Marge drinsteckt
Eine Quote ist keine Naturkonstante. Sie ist die umgekehrte Wahrscheinlichkeit, korrigiert um die Marge, die der Buchmacher auf das Marktsegment aufschlägt. Für einen einfachen Zwei-Wege-Markt – etwa „Pogačar gewinnt das Zeitfahren ja/nein“ – bei zwei ausgeglichenen Quoten von 1,90 und 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 105,3 %, was nur scheinbar über 100 % liegt: tatsächlich steckt in dieser Rechnung die Marge, und der Buchmacher behält im Schnitt rund 5 % jedes Einsatzes. Das ist der Wert, der in jeder Wette unsichtbar mitverdient wird. Bei Drei-Wege-Märkten – Etappensieg mit Ausreißer-Gruppe, Favoriten-Gruppe und Außenseiter-Gruppe – liegt die Marge eher bei 6 bis 8 %, bei Langzeitwetten auf Trikots wegen der langen Ungewissheit oft noch höher.
Wer die Marge vergleicht, vergleicht das, was sich vergleichen lässt. Drei Beobachtungen helfen beim Lesen der Quoten. Erstens: eine 1,90 auf einen 50/50-Markt ist Standard, eine 1,95 ist besser, eine 2,00 wäre ungewöhnlich großzügig. Zweitens: bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten, aber auch die Margen – eine 4er-Kombi mit je 5 % Marge trägt schon rund 19 % kombinierte Marge. Drittens: Anbieter, die auf einzelnen Radsport-Märkten dünner bestückt sind, gleichen das oft über höhere Margen aus.
Die Wettsteuer, die in jeder Rechnung fehlt
In Deutschland fällt auf jede Sportwette die Wettsteuer nach §§ 16–25 RennwLottG an, 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, also effektiv rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler – ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Wer „0 % Wettsteuer“ bewirbt, zieht sie aus eigener Marge ab, was sich in der Quote zeigt. Wer sie ausweist, schlägt sie auf den Einsatz oder zieht sie vom Gewinn ab. Beides ist zulässig, beides steht in den AGB des Anbieters, und die Wettsteuer allein ist kein Qualitätsurteil.
Was der Glücksspielvertrag in Deutschland vorschreibt – und was nicht
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, regelt die Erlaubnis, die Aufsicht und den Spielerschutz. Was erlaubt ist, ergibt sich aus § 21: festgelegte Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Teils davon, als Einzel- oder Kombiwette, und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat. Was bei Live-Wetten geht, regelt § 21 Abs. 4: während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball geht, der nächste Satz im Tennis geht, der nächste Punkt im Tennis geht nicht, der nächste Korb im Basketball geht nicht. Was nicht erlaubt ist, steht in § 21 Abs. 1a: Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sports-Wetten sind nach GGL-Praxis nicht zugelassen, weil E-Sports nicht als Sport anerkannt ist. Soziale oder politische Ereignisse sind keine zulässigen Wettgegenstände.
Die Spielregeln zum Schutz des Spielers stehen weiter vorn im Gesetz. Volljährigkeit ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung, eine Anlaufphase von höchstens 72 Stunden vor der Verifizierung mit einem 100-€-Einzahlungslimit, ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Anbieter dürfen das Limit für einzelne Kunden auf bis zu 10.000 € anheben, in einer Quote von höchstens 1 % der aktiven Spieler sogar auf bis zu 30.000 €, aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen Schutzfrist. Parallelspiel ist nach § 6h verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei überwacht.
Zahlungen gehen nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel – darunter Kryptowährungen und anonymer Prepaid – sind damit bei lizenzierten Anbietern ausgeschlossen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Die Werberegeln in § 5 betreffen Sportwetten weniger scharf als andere Glücksspiele: das Werbeverbot von 6:00 bis 21:00 Uhr gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten aber das Verbot von Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses im selben Kanal, das Verbot von Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und das Verbot von Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der GlüStV selbst schreibt keinen Bonusdeckel, keine Mindestquote und keinen Umsatzfaktor – all das steht in den AGB des Anbieters.
Spielerschutz bei einem dreiwöchigen Rennen
Eine Rundfahrt dauert drei Wochen. Wer auf einzelne Etappen wettet, ist drei Wochen lang in der Versuchung, weiterzuklicken. Genau hier setzen die Schutzregeln des GlüStV an, die unabhängig vom Wettanbieter für jede lizenzierte Plattform gelten. Drei Instrumente tragen das meiste.
Das Einzahlungslimit von 1.000 € im Kalendermonat ist die härteste Bremse. Es gilt anbieterübergreifend, ein Ausweichen auf einen zweiten lizenzierten Anbieter hilft nicht, weil LUGAS die Summen zusammenführt. Eine Erhöhung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Senkung greift sofort. Für Wettende mit kleinem Budget ist das die wichtigste Zahl der Seite, weil sie alles andere überlagert.
OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Es wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Sperre in einem Anbieter gilt für alle lizenzierten Anbieter. Für Spieler, die bei einem dreiwöchigen Etappenrennen merken, dass sie ihr eigenes Tempo nicht mehr halten, ist OASIS der Standardeingriff.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Wartezeit, ohne Begründung, ohne Konsequenzen für das Konto. Er ist gedacht für den Moment, in dem die Erkenntnis schneller kommt als der nächste Klick. Wer nach 24 Stunden weiter spielen will, kann die Sperre nicht selbst aufheben – die Frist läuft ab.
Eine vierte Komponente kommt hinzu, ohne im GlüStV zu stehen: die Suchtberatung. Anlaufstellen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Caritas oder die Diakonie bieten kostenlose und anonyme Beratung. Die Nummer gegen Kummer und das Sucht- und Drogenhotline-Angebot sind erste Telefonkontakte, die Suchtberatungsstellen der Kommunen das eigentliche Beratungsangebot. Offshore-Anbieter sind an OASIS, LUGAS und den Panikbutton nicht angeschlossen, weil sie keine Erlaubnis nach dem GlüStV haben – das ist der Kern des Unterschieds zwischen lizenziert und unerlaubt, jenseits der Quote.
Was zivilrechtlich in Bewegung ist
Die Frage, was mit Einsätzen passiert, die ein Kunde bei einem nicht zugelassenen Anbieter verloren hat, ist seit Jahren streitig. Der Bundesgerichtshof hat sie mit Beschluss vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt: ein Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt beim EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich gehalten – mit einer Ausnahme: wenn die zuständigen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil steht noch aus. Was sich heute sagen lässt: die zivilrechtliche Diskussion ist offen, ein Anspruch ist nicht zugesichert, und ein Leser, der bei einem nicht zugelassenen Anbieter spielt, spielt ohne diese Karte in der Hand.
Wettquoten Tour de France – was sich auf dem Wettschein findet
Das Wettprogramm eines Radsport-Anbieters hat eine eigene Anatomie. Drei Schichten bauen aufeinander auf. Die Langzeitwetten vor dem Grand Départ decken Gesamtsieger, Punktewertung, Bergwertung und Nachwuchswertung ab, dazu die Top-3- und Top-10-Platzierungen. Diese Quoten bewegen sich, sobald Stürze oder Formschwankungen auftauchen – und sie schließen mit der ersten Etappe. Die Etappenwetten werden etappenweise aufgemacht, mit einem Klick zwei bis drei Tage vor dem Start, und schließen mit dem Etappenbeginn. Üblich sind Sieger-Wetten, Drei-Wege-Spektren (Ausreißer / Favorit / Außenseiter), und Head-to-Heads, in denen man einen Fahrer über oder unter einem anderen platziert sieht. Die Live-Wetten während der Etappe sind durch § 21 Abs. 4 GlüStV eng begrenzt – auf das Endergebnis oder auf die nächste Komponente gemäß der gesetzlichen Liste. In der Praxis heißt das: bei Bergetappen lässt sich während des Anstiegs auf den Etappensieger wetten, bei Sprintankünften in der Regel nicht auf den nächsten Zwischensprint.
Wer Radsport-Quoten vergleicht, sollte auf drei Dinge achten. Erstens: die Tiefe des Marktes. Ein Anbieter mit Gesamtsieger, Etappensieger, Punktewertung, Bergwertung und mindestens fünf Head-to-Heads pro Etappe deckt das Rennen ab. Ein Anbieter mit nur Gesamtsieger und Etappensieger lässt Lücken, die der Wettende bei einem anderen Anbieter schließen muss – was bei Kombiwetten wegen der unterschiedlichen Wettprogramme ohnehin nicht funktioniert. Zweitens: die Schnelligkeit der Quotenaktualisierung. Während einer Etappe ändern sich die Live-Quoten, sobald sich Ausreißergruppen bilden oder auflösen, und ein Anbieter, der eine Quote zwei Minuten nach einem Sturz noch nicht nachgezogen hat, hat ein Informationsdefizit, das sich im Preis zeigt. Drittens: die Mindestquote. Wer einen Etappensieger-Markt mit einer Kombiwette kombinieren will, sollte prüfen, ob alle Beine der Kombi oberhalb der anbieterseitigen Mindestquote liegen – sonst wird die Kombi abgelehnt oder die Quote reduziert.
Radsport wetten – Etappentypen, Teams, Wertungen
Wer die Tour de France als Wettgegenstand versteht, versteht auch, warum die Quoten sich zwischen den Etappen bewegen. Eine Flachetappe vom Schlage des Schlusstages in Paris endet praktisch immer im Massensprint – Quoten auf die reinen Sprinter wie Mads Pedersen oder Jasper Philipsen fallen kurz, Quoten auf Ausreißer bleiben hoch. Eine Bergetappe in den Alpen oder Pyrenäen ist eine Selektionsetappe – Favoriten auf den Gesamtsieg gewinnen, Außenseiter der Gesamtwertung brechen ein, und die Quote auf den Etappensieger korreliert eng mit der Quote auf den Toursieg. Ein Einzelzeitfahren ist die Etappe, in der die Abstände am ehesten den Gesamtabstand spiegeln – und in der Außenseiter am wenigsten realistisch gewinnen, weshalb die Quoten auf den Etappensieger hier am engsten stehen.
Die Teamstruktur verstärkt diese Logik. Acht Fahrer pro Team, 18 World-Teams, 144 Starter – die Rollen sind arbeitsteilig. Ein Sprinter wird nicht auf einer Bergetappe um den Etappensieg fahren, ein Kletterer nicht auf einer Flachetappe. Wer Quoten liest, sieht die Teamrolle im Hintergrund, auch wenn sie nicht ausgeschrieben steht. UAE Team Emirates – XRG, Red Bull – Bora – hansgrohe, Soudal Quick-Step, Visma – Lease a Bike, Lidl – Trek, EF Education – EasyPost: jeder dieser Namen steht für eine bestimmte Etappenlogik, und jede Etappenquote rechnet diese Logik ein.
Veranstalter der Tour de France ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Das Rennen wurde 1903 von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet, die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern, die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 maß 5.745 km. Die Gesamtdistanz pendelt sich seit dem Dopingskandal von 1998 bei rund 3.500 km ein, 2026 waren es 3.245 km. Diese Zahlen stehen hier, weil sie das Format erklären: drei Wochen, drei Wochenendpausen, ein Ruhetag, eine Schlussetappe, die seit 1967 immer an einem Sonntag endet. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar (2020, 2021, 2024, 2025, 2026).
Wettanbieter Tour de France im Vergleich
| Anbieter | GGL-Whitelist | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| ODDSET | gelistet | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Tiptorro | gelistet | Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Winamax | gelistet | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| VBet | gelistet | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportingbet | gelistet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Betano | gelistet | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| NEO.bet | gelistet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Betway | gelistet | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Bet3000 | gelistet | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Interwetten | gelistet | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
Die Tabelle trägt nur die Achsen, die das Radsport-Thema tatsächlich entscheiden. Die Whitelist-Prüfung ist Stand 2. Oktober 2026, die Erlaubnisinhaber sind die offiziell eingetragenen Konzerngesellschaften – oft eine Malta-Gesellschaft –, und die Spalte „seit“ zeigt das Datum der erstmaligen Erlaubnis, mit dem Datum der Folgeerlaubnis in Klammern, soweit eine erteilt wurde. Die Folgeerlaubnis ist die regelmäßige Erneuerung nach § 4c Abs. 1 GlüStV, kein neues Verfahren. Was die Tabelle nicht zeigt: das Wettprogramm, die Quotenstruktur, die Live-Märkte, den Cash-Out und die Bonusbedingungen – die stehen in den folgenden Anbieter-Steckbriefen.
ODDSET
ODDSET gehört zu den traditionsreichsten Namen auf der Whitelist. Erste Erlaubnis im November 2020, Folgeerlaubnis im Dezember 2022, Veranstalterin ist die ODDSET Sportwetten GmbH, deren Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt stammt. Die Aufsicht führt seit 2021 die GGL in Halle (Saale). Das Markenprofil ist auf den deutschen Markt zugeschnitten, die Quote ist im europäischen Mittelfeld angesiedelt, und das Wettprogramm deckt die Standard-Rundfahrten ab. Radsport-Spezialist im Sinne von Etappenwetten, Head-to-Heads und Trikotwertungen ist ODDSET nicht, aber für die Kernmärkte reicht das Angebot aus.
Die Reibungspunkte liegen woanders: bei den Mindestquoten für Kombiwetten, die über den Standardmärkten liegen können, und bei der Wettsteuer, die ODDSET in der Regel vom Gewinn abzieht. Wer viele Kombinationen spielt, sollte das in die Kalkulation einbeziehen. Das Urteil: ein solider Allrounder für Wettende, die ohnehin eher auf den Toursieger als auf die einzelne Bergetappe setzen, und kein Haus für Radsport-Enthusiasten, die ein volles Etappen-Programm suchen.
Tiptorro
Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Erlaubnis wurde im Juni 2021 erstmalig erteilt und im Dezember 2022 erneuert. Im App Store bewirbt sich Tiptorro als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL“, was die Whitelist-Eintragung spiegelt. Das Radsport-Programm ist auf den gängigen Rundfahrten solide: Gesamtsieger, Etappensieger, Sieger der Wertungen, dazu Live-Wetten im Rahmen des § 21 Abs. 4 GlüStV.
Was Tiptorro vom Feld abhebt, ist die Quote in den Nischenmärkten, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken – hier schlägt das Haus gern etwas bessere Preise, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das hat seinen Preis: auf den Hauptmärkten Gesamtsieger und Etappensieger großer Rundfahrten liegt die Quote eher im Mittelfeld. Fazit: Tiptorro punktet bei Nutzern, die auch abseits der großen Grand Tours nach kleineren Etappenrennen suchen.
Winamax
Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Werbung verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball, in der Winamax zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025 bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine sportarten-spezifische Aussage, keine Radsport-Aussage – die Studie deckt nicht die Tour de France. Aber das Modell, das Winamax daraus ableitet, gilt: ein Anbieter, der die Wettsteuer aus eigener Marge finanziert statt sie an den Kunden weiterzugeben, hat einen Preisspielraum, der sich in der Quote zeigt.
Die Erlaubnis datiert vom Juni 2021, die Folgeerlaubnis vom Dezember 2022, Veranstalterin ist die WINAMAX S.A. Das Radsport-Programm ist umfassend: alle vier Wertungen als Langzeitmarkt, Etappensieger, Head-to-Heads, Spezialwetten. Die Quoten sind im oberen Drittel des Feldes angesiedelt, was die Studie plausibel macht. Winamax ist damit erste Wahl für Kunden, die sich nicht mit der Wettsteuer belasten wollen und ein tiefes Marktangebot schätzen.
VBet
VBet ist der jüngste Newcomer unter den hier verglichenen Anbietern. Die Erlaubnis datiert vom 5. Dezember 2023, eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist noch nicht eingetragen, was bei einer erst dreijährigen Erlaubnis nicht überrascht. Veranstalterin ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Das Wettprogramm ist vollständig: Radsport zählt zum Kern, das Etappen-Programm ist breit, und die Live-Wetten sind im Rahmen des Zulässigen abgedeckt.
Was die Rechnung kompliziert macht, ist die Marge. VBet schlägt auf den Hauptmärkten eher 6 bis 7 % auf, was im Feld der oberen Rand ist. Bei Kombiwetten, wo sich Margen aufmultiplizieren, wird das spürbar. Für VBet spricht das breite Feld an Spezialoptionen, wenngleich die Marge bei Kombinationen etwas höher ausfällt.
Sportingbet
Sportingbet führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und die Sportartenliste umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Radsport ist nicht explizit benannt, was eine Lücke sein kann, die in der Praxis durch das Standard-Etappen-Programm gefüllt wird. Die Erlaubnis datiert vom Oktober 2020, die Folgeerlaubnis vom Dezember 2022, Veranstalterin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited.
Die Stärke von Sportingbet liegt in der Fußball-Tiefe, die sich auch in den Cross-Sport-Märkten auszahlt: der Konfigurator+ erlaubt Kombinationen über mehrere Partien hinweg, was bei Etappenwetten praktisch ist, wenn man über die ganze Rundfahrt hinweg konsistent setzen will. Sportingbet ist somit eine Empfehlung für Fans, die ihre Tour-Wetten in ein breiteres Portfolio aus anderen Sportarten integrieren.
Betano
Betano gehört zu den Anbietern, die mit Feature-Tiefe werben. Im Apple App Store nennt der Anbieter einen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport-Live-Streaming ist nicht in der Feature-Liste, was kein abschließender Befund ist, aber einen Hinweis gibt. Die Erlaubnis datiert vom Februar 2021, die Folgeerlaubnis vom Dezember 2022, Veranstalterin ist die Betkick Sportsbetting Limited.
Für Radsport-Wettende zählt, was das Wettprogramm bietet. Betano liefert ein vollständiges Programm: Gesamtsieger, Etappensieger, Trikots, Head-to-Heads, Spezialwetten auf Etappencharakteristika. Die Marge liegt im Mittelfeld, eher an der unteren als an der oberen Seite. Betano überzeugt besonders durch seine technischen Features, womit es sich vor allem an technisch versierte Nutzer richtet.
NEO.bet
NEO.bet gehört zu den jüngeren Häusern auf der Whitelist, mit Erlaubnis seit Oktober 2020 und Folgeerlaubnis seit Dezember 2022. Veranstalterin ist die Greenvest Betting Limited. Das Haus positioniert sich als Anbieter mit überdurchschnittlichem Quotenniveau auf den Hauptmärkten – Fußball und Tennis stehen im Vordergrund –, und das Radsport-Programm folgt diesem Muster: solide bei Gesamtsieger und Etappensieg, weniger Tiefe bei Spezialmärkten.
Was NEO.bet von den etablierten Häusern unterscheidet, ist die Benutzerführung: das Wettprogramm filtert Radsport-Events sauberer heraus als bei vielen Mitbewerbern, was für Gelegenheitswettende ein Vorteil ist. NEO.bet ist die klare Alternative für all jene, die eine intuitive Navigation gegenüber komplexen Marktdetails bevorzugen.
Betway
Betway ist international bekannt und in Deutschland über die Betway Limited lizenziert. Erste Erlaubnis im März 2021, Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Im Apple App Store beschreibt der Anbieter den Cash-Out – grünes Symbol unter „Meine Wetten“, Anzeige des Wettscheinwerts, Auszahlung des Gesamtbetrags oder eines Teils – und einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, dazu den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Radsport ist als eigene Sportart geführt, mit Hauptmärkten und Live-Wetten im Rahmen der gesetzlichen Grenzen.
Was Betway für Radsport-Wettende interessant macht, ist die internationale Datenbasis: das Haus hat Erfahrung mit den großen World-Tour-Etappenrennen, die Quoten reagieren schnell auf Stürze und Ausreißergruppen, und das Wettprogramm ist breit. Die Marge auf den Hauptmärkten ist im Mittelfeld. Das Urteil: ein Haus für Wettende, die auf ein internationales Wettprogramm Wert legen und Cash-Out als Werkzeug nutzen.
Bet3000
Bet3000 ist der Newcomer im Feld – die Erlaubnis datiert vom 22. April 2026, eine Folgeerlaubnis existiert noch nicht. Veranstalterin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Damit ist Bet3000 zum Listenstand 2. Oktober 2026 die jüngste Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Die Erfahrung mit dem deutschen Markt bringt das Haus durch die Konzernmutter mit; die Wettsteuer wird in der Regel an den Kunden weitergegeben, was sich in der Quote zeigt.
Die Stärke liegt in der Quote: Bet3000 gehört zu den Häusern, die auf den Hauptmärkten traditionell oben mitspielen. Für Radsport ist das Etappen-Programm vollständig, die Tiefe bei Spezialwetten überschaubar. Das Urteil: ein Haus für Wettende, die auf hohe Quoten auf den Standardmärkten setzen und das Radsport-Programm als eines unter vielen nutzen.
Interwetten
Interwetten gehört zu den ältesten Namen im internationalen Sportwetten-Geschäft. Erste Erlaubnis in Deutschland im November 2020, Folgeerlaubnis im Dezember 2022, Veranstalterin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Das Haus positioniert sich zwischen Tradition und Moderne: das Wettprogramm ist breit, die Quote ist im Mittelfeld, und die Radsport-Märkte sind solide abgedeckt.
Was Interwetten auszeichnet, ist die Beständigkeit der Angebotsstruktur: das Haus ändert sein Wettprogramm und seine Bonusmechanik weniger häufig als andere, was für Wettende mit festen Routinen ein Vorteil ist. Die Marge ist im Mittelfeld. Das Urteil: ein Haus für Wettende, die einen verlässlichen Allrounder suchen und nicht auf jeder Etappe den Anbieter wechseln wollen.
Was die Wettquote wirklich zahlt – eine Beispielrechnung
Eine Quote von 1,90 auf einen Zwei-Wege-Markt mit zwei ausgeglichenen Ausgängen bedeutet: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 105,3 %, wovon rund 5 % als Marge beim Buchmacher bleiben. Auf den ersten Blick eine Auszahlungsquote über 100 %, was nach mehr aussehen mag, als der Buchmacher zurückgibt – tatsächlich ist diese Zahl die Summe der reziproken Wahrscheinlichkeiten, die systematisch über 100 % liegt, weil jede Quote die Marge enthält. Bei einem Einsatz von 10 € auf die 1,90 erhält man im Gewinnfall 19 € zurück, der Nettogewinn beträgt 9 €. Über viele solcher Wetten gemittelt behält der Buchmacher rund 5 % des Einsatzes, weil die reziproken Quoten aufsummiert über 100 % liegen. Die Marge ist der Preis, der in jeder einzelnen Wette drinsteckt, und sie ist der einzige Wert, den ein Wettender unmittelbar vergleichen kann, ohne den Ausgang zu kennen. Für einen Drei-Wege-Markt – Sieger einer Etappe – liegt die kombinierte Marge typischerweise zwischen 6 % und 8 %, was sich bei Kombiwetten entsprechend aufmultipliziert: eine 4er-Kombi mit 7 % Marge pro Bein trägt effektiv rund 25 % Marge auf das Gesamtpaket. Daraus folgt kein Tipp, nur eine Beobachtung: wer Kombiwetten spielt, spielt gegen eine wachsende Marge, und wer Radsport-Wetten über mehrere Etappen streut, sollte das in der Rechnung mitführen.
Welcher Anbieter zu welchem Wettenden passt
Die Auswahl oben ordnet sich nicht in eine Rangliste. Sie ordnet sich in Profile. Wer die Tour als Gesamtsieger-Markt spielt und sonst wenig Radsport tippt, findet in ODDSET, Interwetten und Bet3000 solide Allrounder. Wer die Etappen mitnimmt und Head-to-Heads schätzt, ist bei Tiptorro, Winamax und Betano besser aufgehoben. Wer Cash-Out als Werkzeug braucht, landet bei Betway und Betano. Wer auf die Wettsteuer-Verrechnung achtet, hat mit Winamax einen Anbieter, der sie aus eigener Marge trägt. Wer Spezialmärkte sucht – gepunktetes Trikot, kombinierte Head-to-Heads über mehrere Etappen –, braucht VBet oder Sportingbet. Wer mit kleinem Budget spielt, sollte das 1.000-€-Monatslimit im Auge behalten, das für alle lizenzierten Anbieter zusammen gilt.
Die ehrliche Schlusspointe: die Quote entscheidet im Schnitt fünf Prozent, die Marge im Schnitt fünf bis acht Prozent, und der Anbieter entscheidet, was übrig bleibt. Wer das Angebot der zehn Häuser vergleicht, vergleicht nicht, wer „der Beste“ ist, sondern wer für das eigene Wettverhalten am wenigsten Marge mitnimmt und am meisten passende Märkte liefert. Das ist eine andere Frage als die, die die Werbung beantwortet.
Häufige Fragen
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Legal wettet man nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) im Sportwetten-Segment eingetragen sind. Die Liste führt zum Stand 2. Oktober 2026 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, darunter die hier verglichenen zehn. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?
Drei Kernmärkte decken die meisten Anbieter ab: den Gesamtsieger (gelbes Trikot nach addierten Zeiten), den Etappensieger pro Teilstück und die Trikotwertungen für Punkte, Berg und Nachwuchs. Dazu kommen Duell-Wetten und Head-to-Heads, die zwei Fahrer gegeneinander stellen, und je nach Anbieter Spezialwetten auf Etappencharakteristika wie Anzahl der Ausreißer oder Sprintankunft.
Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?
Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Das Rennen ist abgeschlossen, Wetten auf die Austragung 2026 sind nicht mehr möglich. Die nächste Tour de France folgt im Juli 2027, die offizielle Streckenführung steht zu Redaktionsschluss noch nicht fest.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Radsport heißt das: auf den Etappensieger während der laufenden Etappe, und auch das nur eingeschränkt. Wetten auf den nächsten Zwischensprint oder den nächsten Bergpreis sind in der Regel nicht zulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?
Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und einer Quote von 4,50 auf den Toursieg erhält man 45 € zurück, der Nettogewinn beträgt 35 €. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher im Schnitt behält: bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei Quoten von 1,90 und 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 105 %, wovon etwa 5 % als Marge beim Anbieter bleiben. Die Marge ist in jeder einzelnen Quote eingepreist, sie entscheidet, was vom Einsatz langfristig zurückkommt.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?
Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, effektiv rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter in seinen AGB: manche ziehen sie vom Gewinn ab, manche schlagen sie auf den Einsatz auf, Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“ und trägt sie aus eigener Marge. Die Wettsteuer allein ist kein Qualitätsurteil über das Angebot.
Geschrieben von der Redaktion „Wettlizenzinfo”.
