Afrika-Cup Wetten 2026: Was das Veröffentlichungsjahr vom Turnierjahr unterscheidet

Updated Oktober 2026
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Ein Suchbegriff mit einer Jahreszahl kann zwei Dinge meinen. Beim „Afrika-Cup 2026“ liegt der Fall besonders klar: Es gibt kein Turnier dieses Namens. Im Veröffentlichungsjahr 2026 fällt kein Afrika-Cup an – die zurückliegende Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer auf den Afrika-Cup wetten will, hat also in diesem Jahr keine Spiele, auf die ein Wettschein abgegeben werden kann. Was bleibt, ist die Vorbereitung: Wettarten kennenlernen, Quoten verstehen, Anbieter mit deutscher Erlaubnis finden und die Rechtslage sortieren. Genau darum geht es auf dieser Seite.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Datenstand: 15 Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Inhaltsverzeichnis
  1. Der Afrika-Cup 2025 und 2027: Was die Jahreszahlen tatsächlich bezeichnen
  2. Warum 2026 kein Afrika-Cup stattfindet – und was das für die Wettpraxis bedeutet
  3. Rechtslage in Deutschland: Nur Whitelist-Anbieter sind erlaubt
  4. Spieler- und Jugendschutz: Was die Erlaubnis an Auflagen mitbringt
  5. Sportwettensteuer: 5,3 % – aber wer zahlt sie?
  6. Wettarten beim Afrika-Cup: Vom Gruppenspiel bis zum Torschützenkönig
  7. Quoten und Margen: Was die Zahlen auf dem Wettschein verraten
  8. Verantwortungsvolles Wetten: Vom Budget bis zur Sofortsperre
  9. Die zehn Anbieter im Überblick: Lizenz, Angebot und Profil
  10. Ausblick: Was vor dem Afrika-Cup 2027 zu erwarten ist
  11. Häufig gestellte Fragen

Der Afrika-Cup 2025 und 2027: Was die Jahreszahlen tatsächlich bezeichnen

Der Afrika-Cup wird seit 1957 ausgetragen, seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, und die CAF (Confédération Africaine de Football) richtet das Turnier aus. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren – Zahlen, die sich seit Jahren nicht verändert haben und an denen sich ablesen lässt, warum das Turnier trotz wechselnder Termine seine Anziehungskraft behält.

Die letzte Ausgabe: Afrika-Cup 2025 in Marokko

Sechs Vierergruppen, die beiden Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten zogen in die K.-o.-Runde ein, ab dort wurde bei Gleichstand nach Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden. Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung, Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen gegen Ägypten durch. Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF das Endspiel nachträglich mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für die Wettpraxis bedeutet das vor allem: Wettauswertungen können nach dem Schlusspfiff noch korrigiert werden, und jede Wette auf ein Turnierergebnis steht unter dem Vorbehalt späterer Entscheidungen der zuständigen Verbände.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Der Afrika-Cup 2025 war vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden, weil die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 den ursprünglichen Termin blockiert hatte. Die Verschiebung zeigt, wie stark internationale Turnierkalender ineinandergreifen – und wie wenig der Name eines Jahres über den tatsächlichen Austragungszeitraum verrät.

Die nächste Ausgabe: Afrika-Cup 2027 in Ostafrika

Vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 soll der nächste Afrika-Cup in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet – ein Indiz für das gewachsene Gewicht des Turniers jenseits der traditionellen Schwerpunkte. Ab 2028 soll der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden, was die einzelnen Ausgaben aufwertet, aber den Rhythmus verändert, an dem sich Buchmacher und Wettprogramme orientieren.

Für Wettfreunde in Deutschland heißt das: Wer sich jetzt mit Quoten, Wettarten und Anbietern vertraut macht, legt den Grundstein für ein Turnier, dessen Kader und Spielplan sich erst in den Monaten vor dem Anpfiff konkretisieren. Wettanbieter, die den Afrika-Cup ins Programm aufnehmen, beginnen meist einige Wochen vor Turnierstart mit Sondermärkten – und wer früh versteht, wie Sieg- oder Torschützenwetten funktionieren, verschafft sich einen Vorsprung gegenüber jenen, die im Turnierrausch zum ersten Wettschein greifen.

Warum 2026 kein Afrika-Cup stattfindet – und was das für die Wettpraxis bedeutet

Der Fußballkalender kennt kein „Afrika-Cup-Jahr 2026“. Die letzte Ausgabe fiel in den Winter 2025/26, die nächste folgt im Sommer 2027. Wer trotzdem nach Wetten auf den Afrika-Cup 2026 sucht, landet entweder auf Archivseiten, die das abgeschlossene Turnier noch listen, oder bei Anbietern, die mit dem Etikett „Afrika-Cup“ werben, ohne dass es ein laufendes Turnier gibt. Beide Wege führen ins Leere: Das Wettprogramm eines Anbieters richtet sich nach Spielen, und Spiele finden in diesem Jahr nicht statt.

Wettquoten ohne Spiel: Was die Zahlen auf dem Wettschein bedeuten würden

Quoten für einen Turniersieger, einen Torschützenkönig oder ein Gruppenspiel lassen sich nur dann seriös bewerten, wenn das Turnier stattfindet. Buchmacher bieten solche Märkte Wochen oder Monate im Voraus an – die Quoten verändern sich mit Kadernachrichten, Verletzungen und der Form der Favoriten. Ohne ein konkretes Turnier fehlt der Bezugspunkt: Eine Quote von 4,50 auf Senegal als Sieger sagt nichts aus, wenn unklar ist, ob Senegal 2027 überhaupt teilnimmt und in welcher Besetzung.

Archiv und Lernphase: Was bleibt sinnvoll

Wer sich auf den Afrika-Cup 2027 vorbereiten will, kann die zurückliegende Ausgabe studieren: Welche Mannschaften überraschten, wer enttäuschte, wie sich die Quoten während des Turniers bewegten. Buchmacher veröffentlichen solche Analysen oft in eigenen Blogbeiträgen. Wichtig bleibt die Distanz: Vergangene Ergebnisse prognostizieren keine künftigen – ein Tipp, der auf der Form des Afrika-Cups 2025 beruht, kann 2027 schon deshalb falsch liegen, weil sich Kader, Trainer und Spielsysteme verändert haben.

Rechtslage in Deutschland: Nur Whitelist-Anbieter sind erlaubt

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) Sportwetten in Deutschland bundeseinheitlich. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die Whitelist zeigt – und was sie nicht zeigt

Die Whitelist führt jeden Anbieter mit Domain, Halter und Datum der Erteilung sowie Folgeerlaubnissen. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1), die Whitelist nennt aber nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Wer einen Anbieter prüft, sollte immer den aktuellen Stand abrufen: Eine Erlaubnis kann ruhen, zurückgezogen oder durch eine Folgeerlaubnis ersetzt worden sein. Im Stand 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere ausschließlich für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains sind .de-Domains – aber ein .de-Domainname allein beweist noch keine Erlaubnis.

Spieler- und Jugendschutz: Was die Erlaubnis an Auflagen mitbringt

Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist an umfangreiche Schutzregeln gebunden. Sie greifen unabhängig davon, ob Afrika-Cup, Bundesliga oder Champions League auf dem Wettschein steht.

Volljährigkeit und Identitätsprüfung

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist genau ein Konto mit vollständiger Verifizierung erlaubt (§ 6a). Vor der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Die Pflicht zur Identitätsprüfung bedeutet, dass Anbieter Ausweisdokumente anfordern – wer das umgehen will, landet bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis und damit außerhalb des Schutzes.

Einzahlungslimit und Aktivitätsdatei

Das standardmäßige Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit festlegen, bis zu 10.000 € oder sogar bis 30.000 €, wenn ein wirtschaftlicher Leistungsnachweis vorliegt – eine einfache Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallel laufende Wetten bei mehreren Anbietern sind durch die LUGAS-Aktivitätsdatei ausgeschlossen (§ 6h): Das System erkennt, wenn ein Spieler gleichzeitig aktiv ist, und unterbindet es.

OASIS und Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird (§§ 8, 8a). Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Beide Mechanismen greifen nur bei Anbietern, die an die deutsche Infrastruktur angeschlossen sind – Offshore-Anbieter sind weder in OASIS noch in LUGAS eingebunden.

Zahlungen und Auszahlungen

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers zulässig, geführt bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen aus dem lizenzierten Markt heraushält. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Werbung und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel darf nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden (§ 5 Abs. 7). Für Sportwetten gilt kein pauschales Zeitverbot wie für Slots und Online-Casino (die 06:00-21:00-Sperre (§ 5 Abs. 3 Satz 1) erfasst diese Sparten ausdrücklich nicht). Was bleibt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die Höhe, Umsatz oder Mindestquoten eines Sportwetten-Bonus regelt – solche Bedingungen setzt allein der Anbieter in seinen AGB.

Sportwettensteuer: 5,3 % – aber wer zahlt sie?

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16-25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), rechnerisch also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Wie die Steuer an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst.

Zwei Modelle in der Praxis

Einige Anbieter ziehen die Steuer direkt von der Quote ab: Statt einer Quote von 2,00 erscheint 1,90, und der Bruttogewinn sinkt entsprechend. Andere Anbieter belassen die Quote und ziehen die Steuer vom Gewinn ab, sodass der Spieler im Erfolgsfall weniger ausgezahlt bekommt. Eine dritte Variante verzichtet auf die Weitergabe und trägt die Steuer selbst – möglich, aber selten, weil sie den Marktpreis des Anbieters verteuert.

Wann die Steuer den Gewinn schmälert

Ein Beispiel: Ein Spieler setzt 100 € auf eine Quote von 2,10. Bruttogewinn ohne Steuer wären 210 € (110 € Reingewinn). Zieht der Anbieter die Steuer von der Quote ab, sinkt die angezeigte Quote auf 1,995 (2,10 × (1 − 0,05)), und der Bruttogewinn liegt bei 199,50 € (99,50 € Reingewinn). Zieht er sie vom Gewinn ab, bleiben die 210 € Bruttogewinn stehen, von denen 5,3 % abgezogen werden, was 198,87 € ergibt. Die Differenz zwischen den beiden Modellen ist gering, aber sie entscheidet darüber, ob ein kleiner Gewinn noch knapp über dem Einsatz liegt oder knapp darunter.

Kein Freibetrag, keine Ausnahme

Die Steuer fällt auf jede einzelne Wette an, unabhängig von der Höhe des Einsatzes oder der Anzahl der Tipps. Es gibt keinen Freibetrag für private Gewinne auf primärer Ebene – wer wissen will, ob und wie er Gewinne beim Finanzamt angeben muss, fragt einen Steuerberater.

Wettarten beim Afrika-Cup: Vom Gruppenspiel bis zum Torschützenkönig

Der Afrika-Cup bietet eine breite Palette an Wettmärkten, die sich an der Struktur des Turniers orientiert: Gruppenphase, K.-o.-Runde, Finale.

Die wichtigsten Märkte im Überblick

Spielausgang (1X2): Die klassische Drei-Wege-Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg. Bei Afrika-Cup-Spielen in Marokko 2025 oder beim kommenden Turnier in Ostafrika ist zu beachten, dass die Zuordnung „Heim“ und „Auswärts“ mit dem Spielort variiert – wer auf Ägypten als „Heim“ wettet, hat damit nicht automatisch einen Heimvorteil erworben.

Turniersieger: Wette auf die Mannschaft, die das Finale gewinnt. Der Markt wird oft schon Monate vor Turnierbeginn angeboten und reagiert auf Kader-Veröffentlichungen, Verletzungen und Testspielergebnisse.

Torschützenkönig: Wette auf den Spieler mit den meisten Turniertoren. Brahim Díaz gewann diese Wertung 2025 mit fünf Treffern. Der Markt ist schwer zu prognostizieren, weil die Anzahl der Spiele eines Spielers von der Turnierdauer seiner Mannschaft abhängt.

Gruppenwetten: Wette darauf, wer aus einer Gruppe weiterkommt, wer Gruppensieger wird oder welche Mannschaften das Viertelfinale erreichen. Diese Märkte kombinieren mehrere Spiele und bieten oft höhere Quoten als Einzelwetten.

Über/Unter (Tore): Wette darauf, ob die Gesamtzahl der Tore in einem Spiel über oder unter einer vom Buchmacher gesetzten Linie liegt (zum Beispiel über 2,5 Tore). Beliebt wegen der einfachen Logik, aber nicht weniger schwer zu tippen.

Handicap: Wette mit einem fiktiven Vorsprung oder Rückstand für eine Mannschaft. Sinnvoll, wenn eine deutliche Favoritenstellung vorliegt und die Quote auf den reinen Sieg zu niedrig ausfällt.

Was im K.-o.-System zählt

Bei K.-o.-Spielen zählt das Ergebnis nach Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen. Wer auf „Sieg Marokko“ wettet, meint den Sieger nach 120 Minuten plus Elfmeterschießen – je nach Anbieter und Regelwerk auch das Ergebnis nach 90 Minuten als separates Marktangebot. Wetten auf „Erreichen des Halbfinales“ oder „Erreichen des Finals“ sind meist unabhängig vom Ausgang des konkreten Spiels und werden ausgewertet, sobald die Mannschaft die Runde übersteht.

Kombiwetten und ihre Mechanik

Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Wer drei Spiele mit Quoten von 1,80, 2,20 und 1,95 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von etwa 7,72. Gewinn gibt es nur, wenn alle Tipps richtig sind – ein falscher Tipp streicht den gesamten Wettschein. Die Kombiwette ist riskant, weil die Wahrscheinlichkeit, alle Tipps zu treffen, mit jedem weiteren Tipp sinkt. Gleichzeitig steigt die Marge des Buchmachers, weil jeder einzelne Markt seinen eigenen Aufschlag enthält und sich diese Aufschläge in der Kombination summieren.

Systemwetten als Alternative

Systemwetten erlauben es, mehrere Kombinationen aus einer Auswahl von Tipps zu spielen, sodass nicht alle Tipps richtig sein müssen, damit ein Teil des Gewinns ausgezahlt wird. Ein „System 2 aus 3“ bildet alle Zweier-Kombinationen aus drei Tipps; gewinnen zwei davon, wird ein Teil des Einsatzes zurückerstattet. Der Vorteil liegt in der Absicherung, der Nachteil im höheren Gesamteinsatz, weil mehrere Kombinationen parallel gespielt werden.

Quoten und Margen: Was die Zahlen auf dem Wettschein verraten

Eine Quote spiegelt nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses wider, sondern enthält auch die Marge des Buchmachers. Diese Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro einbehält – über alle Ausgänge eines Marktes hinweg.

Wie die Marge berechnet wird

Für einen Markt mit den Quoten 2,10 (Heim), 3,40 (Unentschieden) und 3,60 (Auswärts) ergibt sich die Auszahlungsquote nach der Formel 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ist 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = rund 0,9541, also etwa 95,4 %. Die Marge beträgt damit rund 4,6 % (100 % minus 95,4 %). Bei diesem Markt zahlt der Buchmacher also von jedem eingesetzten Euro 95,4 Cent an die Gesamtheit der Spieler zurück, die restlichen 4,6 Cent behält er als Gewinnmarge. Das gilt als günstiger Wert; typische Margen auf Fußball-1X2-Märkten liegen zwischen 4 % und 7 %, in weniger stark beobachteten Märkten auch darüber.

Was das für den Spieler bedeutet

Je höher die Marge, desto weniger zahlt der Markt langfristig zurück. Ein Markt mit 6 % Marge kostet den Spieler auf Dauer mehr als ein Markt mit 4 % Marge, selbst wenn beide auf den ersten Blick ähnliche Quoten bieten. Wer regelmäßig wettet, sollte die Margen der Anbieter vergleichen – ein Unterschied von 1 % bis 2 % summiert sich über viele Wetten.

Live-Quoten: Schnellere Anpassungen, höhere Margen

Während eines laufenden Spiels verändern sich die Quoten mit jedem Tor, jeder gelben Karte und jeder taktischen Umstellung. Live-Märkte enthalten oft höhere Margen als Pre-Match-Märkte, weil der Anbieter das Risiko schnellerer Anpassungen einkalkuliert. In Sportarten, in denen das nächste Ereignis selten ist – wie „nächstes Tor“ beim Fußball –, darf der Anbieter überhaupt erst darauf wetten; in Sportarten mit häufigen Ereignissen ist dieser Markt nicht erlaubt.

Verantwortungsvolles Wetten: Vom Budget bis zur Sofortsperre

Ein Großturnier erzeugt ein hohes Wettaufkommen, oft getrieben von spontanen Einsätzen auf Spiele, die man ohne den Turnieranlass nie verfolgt hätte. Wer sich nicht selbst begrenzt, wird vom Anbieter begrenzt – durch das 1.000-€-Standardlimit, durch OASIS-Sperren und im Zweifel durch finanzielle Folgen.

Fünf Grundregeln für die Turnierphase

Festes Monatsbudget: Vor Turnierbeginn einen Betrag festlegen, der im Monat maximal eingesetzt wird. Das 1.000-€-Standardlimit bietet einen Rahmen, der für die meisten Freizeitspieler ausreicht; wer mehr setzen will, muss den wirtschaftlichen Leistungsnachweis erbringen, den der Anbieter verlangt.

Einzahlungslimit bewusst setzen: Das Limit kann auf Antrag gesenkt werden, und eine Senkung greift sofort. Wer merkt, dass die Ausgaben für Wetten den geplanten Rahmen überschreiten, sollte das Limit sofort herabsetzen – eine Erhöhung ist frühestens nach sieben Tagen möglich.

Keine Jagd nach Verlusten: Nach einer verlorenen Wette den Einsatz zu erhöhen, um den Verlust auszugleichen, ist eines der häufigsten Muster bei problematischem Spielverhalten. Wer diesen Impuls spürt, sollte eine Pause einlegen.

OASIS-Sperre als Schutz: Wer sich selbst aussperren will, kann über jeden Whitelist-Anbieter eine Sperre beantragen, die dann für alle angeschlossenen Anbieter gilt. Die Mindestdauer beträgt drei Monate.

Panikbutton nutzen: Wer im Affekt weiterspielen will, kann den Panikbutton nutzen, der eine 24-stündige Sperre auslöst. In dieser Zeit lässt sich Distanz gewinnen.

Wo Hilfe zu finden ist

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter „Spielen mit Verantwortung“ Beratung und Tests an, die auf problematisches Spielverhalten hinweisen. Auch die Suchtberatungsstellen der Länder und Kommunen helfen weiter. Wer den Verdacht hat, dass eigenes Spielverhalten außer Kontrolle gerät, sollte nicht warten, bis die erste Sperre verhängt wird – die Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, ist niedriger, solange noch Geld auf dem Konto liegt.

Die zehn Anbieter im Überblick: Lizenz, Angebot und Profil

Die folgende Tabelle listet zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis auf, die im Stand 2. Oktober 2026 auf der GGL-Whitelist geführt werden. Die Reihenfolge ist keine Wertung, sondern folgt dem Auftritt der Anbieter im deutschen Markt. Alle Angaben zu Halter und Erlaubnisdatum stammen aus der Whitelist, alle weiteren Hinweise aus den jeweiligen AGB oder öffentlich zugänglichen Selbstdarstellungen.

Anbieter Whitelist-Status und Halter Erlaubnis seit
VBet SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
Betway Betway Limited 09.03.2021
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
DAZN Bet DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta 22.08.2023
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020

Die Tabelle zeigt die Halter und das Datum der ersten Erlaubnis; Folgeerlaubnisse sind in der Whitelist vermerkt, aber hier aus Platzgründen nicht aufgeführt. Die genannten Halter sind keine neuen Namen – etliche gehören zu großen internationalen Glücksspielkonzernen, die in mehreren europäischen Märkten aktiv sind.

VBet: schmales Profil, aber mit Erlaubnis

VBet ist in Deutschland über die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, aufgestellt und erhielt am 5. Dezember 2023 die deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis und weitere Sportarten ab; im Bereich Live-Wetten ist das Angebot je nach Saison unterschiedlich breit. Die Seite richtet sich eher an Spieler, die gezielt auf Fußball und wenige andere Disziplinen setzen, als an Wettfreunde, die ein riesiges Programm erwarten. Wer ein schlankes Wettangebot schätzt und auf eine vergleichsweise junge deutsche Erlaubnis setzt, findet hier einen Anbieter; wer Breite und Tiefe sucht, sollte das Wettprogramm vor der Anmeldung prüfen.

Betway: Cash-Out und Konfigurator+

Betway erhielt die erste Erlaubnis am 9. März 2021. Die mobile App integriert Cash-Out direkt in den Bereich „Meine Wetten“: Ein grünes Symbol zeigt an, dass die Wette vorzeitig ausgewertet werden kann, der aktuelle Wert wird angezeigt, und der Spieler entscheidet, ob er den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen lässt. Der Wettkonfigurator erlaubt es, mehrere Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu kombinieren, was die App für Spieler interessant macht, die eigene Kombinationen zusammenstellen wollen. Für Afrika-Cup-Spiele dürfte die Verfügbarkeit von Cash-Out davon abhängen, ob der Anbieter die Märkte als „vorzeitig auswertbar“ einstuft – nicht jeder Markt eines Turnierspiels trägt dieses Symbol.

ODDSET: staatliche Lizenz, klassisches Profil

ODDSET ist die Sportwetten-Marke des Deutschen Lotto- und Totoblocks und erhielt am 18. November 2020 die Erlaubnis; die Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt, die Aufsicht führt die GGL. ODDSET positioniert sich als Anbieter für Spieler, die einen engen Bezug zum deutschen Glücksspielsystem erwarten und keine unbekannten Halter aus Malta oder Gibraltar hinter der Seite vermuten. Das Wettprogramm deckt die populären Sportarten ab, der Schwerpunkt liegt auf Fußball.

bet365: einer der bekanntesten Namen im Markt

Hinter bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta; die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 27. Dezember 2022. bet365 ist international einer der größten Anbieter und entsprechend breit aufgestellt: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und viele weitere Sportarten, dazu Live-Streams, Cash-Out und ein Wettkonfigurator. Für ein Afrika-Cup-Turnier bedeutet das in der Regel ein vollständiges Wettprogramm, einschließlich Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig und vielen Spielmärkten. Die Marge auf den großen Fußballmärkten liegt üblicherweise im unteren Bereich, bet365 gehört in Deutschland zu den Anbietern mit tendenziell höheren Quoten auf Favoriten.

AdmiralBet: Bestandteil der Novomatic-Gruppe

Hinter AdmiralBet steht die Greentube Betting Malta Limited, ein Unternehmen der Novomatic-Gruppe. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse auf den 13. Dezember 2022 und den 29. Juli 2024. AdmiralBet teilt sich die technische Infrastruktur teilweise mit der Slots-Marke Admiral; die Sportwetten-Erlaubnis ist eine eigene Genehmigung, die nur die Sportwettendomäne betrifft. Für Spieler, die Wert auf einen Halter mit europäischer Konzernstruktur legen, ist AdmiralBet eine Option; das Wettprogramm ist solide, aber nicht so umfangreich wie bei den größeren Anbietern.

Tiptorro: junges Erlaubnisalter, klassisches Profil

Tiptorro gehört zur Torro Tec Limited, Malta, und erhielt die deutsche Erlaubnis am 30. Juni 2021. Die App bewirbt sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter“ unter GGL-Aufsicht. Das Wettprogramm deckt die üblichen Sportarten ab, der Schwerpunkt liegt auf Fußball. Der Name Tiptorro klingt nach einer Eigenmarke, tatsächlich steht hinter dem Anbieter ein erfahrener Halter aus Malta; Spieler sollten sich nicht vom Markennamen täuschen lassen, sondern die Whitelist prüfen.

Sportingbet: Konfigurator+ und breites Programm

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt und erhielt die Erlaubnis am 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker; ein „Konfigurator+“ erlaubt die Kombination von Auswahlen aus verschiedenen Spielen, ähnlich wie bei Betway. Live-Wetten sind verfügbar, die Marge auf den Hauptmärkten bewegt sich im üblichen Bereich. Für ein Turnier wie den Afrika-Cup ist Sportingbet gut aufgestellt, weil das Fußball-Programm die meisten nationalen und kontinentalen Wettbewerbe abdeckt.

888sport: börsennotierter Halter

Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited, die zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021 mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. 888sport gehört zu den etablierten Namen im internationalen Online-Glücksspiel; das Wettprogramm ist breit, der Schwerpunkt liegt auf Fußball. Für Spieler, die einen börsennotierten Halter bevorzugen, weil sie eine gewisse finanzielle Transparenz erwarten, ist 888sport eine Anlaufstelle.

DAZN Bet: Sport-Streaming trifft Wettprogramm

DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, geführt und erhielt die deutsche Erlaubnis am 22. August 2023. Die Marke profitiert von der Verbindung zum Streaming-Dienst DAZN, dessen Logo auf der Wettseite auftaucht. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball und andere Disziplinen ab, mit Schwerpunkt auf den Sportarten, die DAZN ohnehin überträgt. Für Spieler, die ohnehin DAZN nutzen und dort Sport schauen, bietet sich eine Bündelung an; das Wettprogramm allein ist solide, aber nicht außergewöhnlich breit.

Interwetten: klassischer europäischer Anbieter

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, geführt; die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. Interwetten gehört zu den ältesten Online-Wettanbietern in Europa und war über lange Jahre vor allem in Österreich und Deutschland aktiv. Das Wettprogramm ist solide, die Marge auf Hauptmärkten wettbewerbsfähig. Für Spieler, die einen Anbieter mit langer Geschichte und deutscher Erlaubnis suchen, ist Interwetten eine Anlaufstelle.

Ausblick: Was vor dem Afrika-Cup 2027 zu erwarten ist

Der Afrika-Cup 2027 liegt im Veröffentlichungsjahr 2026 in weiter Ferne – Anpfiff ist am 19. Juni 2027, das Finale am 17. Juli 2027. Wer sich vorbereiten will, kann in der Zwischenzeit das Wettprogramm der zehn genannten Anbieter beobachten, die eigenen Vorlieben für Wettarten schärfen und das eigene Budget im Auge behalten.

Wettprogramm und Sondermärkte

Buchmacher beginnen in der Regel einige Wochen vor Turnierstart mit Sondermärkten: Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, Spieler-Torwetten. Welcher Anbieter welche Märkte anbietet, hängt von der jeweiligen Vereinbarung mit den Datenlieferanten ab. Wer bestimmte Märkte sucht, sollte das Wettprogramm der favorisierten Anbieter vergleichen, sobald die Qualifikation absehbar ist.

Quotenbewegungen und Kader-Updates

Die Quoten für den Turniersieger verändern sich mit jeder Kader-Veröffentlichung, jeder Verletzung und jedem Testspiel. Wer früh auf einen Außenseiter setzt, kann eine hohe Quote mitnehmen, riskiert aber, dass sich die Form bis zum Turnier verschlechtert. Wer spät setzt, sieht die aktuelle Form, bekommt aber oft nur noch eine niedrigere Quote. Es gibt keine optimale Strategie – nur das Bewusstsein, dass jede Quote eine Wette auf eine Wahrscheinlichkeit ist, die sich mit jeder Nachricht verändert.

Die 1.000-€-Grenze als Taktgeber

Wer regelmäßig auf Fußball wetten will, sollte das 1.000-€-Standardlimit im Auge behalten. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen und nur mit wirtschaftlichem Nachweis. Vor einem Großturnier, das mehrere Wochen dauert, kann das Limit knapp werden – vor allem, wenn parallel auf andere Wettbewerbe gesetzt wird. Wer merkt, dass das Limit nicht reicht, sollte die eigenen Wettgewohnheiten überprüfen, nicht das Limit erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt?

Nein. Im Veröffentlichungsjahr 2026 fällt kein Afrika-Cup an. Die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für 2027 geplant. Wer nach „Afrika-Cup 2026“ sucht, findet Archive der vergangenen Ausgabe oder Hinweise auf das kommende Turnier, aber kein laufendes Wettprogramm für ein Turnier dieses Namens.

Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda ausgetragen werden. 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Erstmals wird das Turnier in Ostafrika gespielt, was die Reisestruktur für die teilnehmenden Mannschaften verändert und Auswirkungen auf die Spielvorbereitung haben dürfte.

Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System?

Bei einem Afrika-Cup-Turnier sind die wichtigsten Märkte Spielausgang (1X2), Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, Über/Unter (Tore) und Handicap. Dazu kommen kombinierte Wetten auf mehrere Spiele, Live-Wetten auf das nächste Tor oder den Endausgang sowie Langzeitwetten auf das Erreichen bestimmter Runden. Welche Märkte ein Anbieter konkret anbietet, hängt vom genehmigten Wettprogramm ab.

Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung zum Ergebnis?

Ja, in der Regel zählt das Ergebnis nach Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen. Wetten auf den „Sieger“ eines K.-o.-Spiels meinen den Sieger nach 120 Minuten plus Elfmeterschießen. Manche Anbieter bieten separate Märkte für das Ergebnis nach 90 Minuten an, etwa für Unentschieden-Wetten. Wer auf das Endernis nach 90 Minuten setzen will, muss den entsprechenden Markt wählen, nicht den Standard-Sieger-Markt.

Woran erkennt man, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist die einzige verlässliche Quelle. Sie führt jeden Anbieter mit Domain, Halter und Erteilungsdatum. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und unterliegt der deutschen Aufsicht. Ein .de-Domainname allein beweist keine Erlaubnis; eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit.

Was bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer übrig?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, rechnerisch rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Wie die Steuer an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst – entweder durch eine reduzierte Quote oder durch einen Abzug vom Gewinn. Wer den Netto-Gewinn zweier Anbieter vergleicht, muss die jeweilige Weitergabe berücksichtigen.

Was darf überhaupt gewettet werden?

Der GlüStV erlaubt nur Wetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1). Das Wettprogramm muss von der GGL genehmigt sein (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Spiels nur auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind – „nächstes Tor“ beim Fußball ja, „nächster Punkt“ beim Tennis nein, „nächster Korb“ beim Basketball nein. Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf leicht manipulierbare Ereignisse und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht wettbar.

E-Sports zählt nach GGL-Auffassung nicht als Sport, weshalb keine lizenzierten E-Sports-Wetten in Deutschland existieren. Zu virtuellen Sportarten schweigt der GlüStV – hier lässt sich weder eine Erlaubnis noch ein Verbot verlässlich feststellen, weshalb von einer Aussage abgesehen werden sollte.

Was bedeutet das für Afrika-Cup-Wetten?

Der Afrika-Cup fällt als kontinentaler Wettbewerb unter die erlaubten Sportereignisse. Wettanbieter auf der Whitelist dürfen Märkte auf Gruppenspiele, K.-o.-Spiele, den Turniersieger, den Torschützenkönig und ähnliches anbieten – sofern die konkreten Wettarten von der GGL genehmigt sind. Was im Einzelfall verfügbar ist, zeigt das Wettprogramm des jeweiligen Anbieters. Märkte, die gegen die im Abschnitt „Was darf überhaupt gewettet werden?“ genannten Einschränkungen verstoßen würden – etwa Live-Wetten auf das nächste Eckballverhältnis oder auf den nächsten Einwurf – darf auch ein Whitelist-Anbieter nicht ins Programm nehmen.

Erstellt von der Redaktion von „Wettlizenzinfo”.

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