Davis Cup 2026: Wer in Deutschland auf den Länderwettbewerb wetten darf
Stand der Daten: 15 Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL, Stand 2. Oktober 2026).

Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis zum 29. November 2026, die Finalrunde mit acht Mannschaften steht beim Schreiben dieser Seite noch aus. Wer auf das Turnier wetten will, hat in Deutschland keine freie Wahl: Erlaubt sind nur Anbieter, die auf der amtlichen Whitelist der GGL stehen. Wer dort nicht auftaucht, fällt unter unerlaubtes Glücksspiel, und die Behörde warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten.
Für Wetten auf den Davis Cup 2026 sind nur Anbieter mit offizieller GGL-Erlaubnis eine Option, die deutsche Schutzregeln umsetzen. Der folgende Vergleich zeigt, welche lizenzierten Wettanbieter für Tennisfans bei Quoten, Live-Angebot und Zahlungsbedingungen einen Blick wert sind. Er dient der Orientierung und der Einordnung der rechtlichen Rahmenbedingungen für das Turnier.
Rechtslage: Davis-Cup-Wetten nur mit deutscher Erlaubnis
Eine Wette auf den Davis Cup ist in Deutschland erst dann erlaubt, wenn der Anbieter eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 besitzt und mit der dazugehörigen Domain auf der Whitelist der GGL steht (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Die Whitelist ist die einzige belastbare Quelle, eine Lizenz zu prüfen. Die Liste wird in Halle (Saale) geführt und ist öffentlich einsehbar; im hier ausgewerteten Stand vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Inhaber reiner Pferdewett-Erlaubnisse.

Die Whitelist zeigt ausschließlich Domains mit Endung .de. Eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis — entscheidend ist, ob der Anbieter namentlich als Erlaubnisinhaber auftaucht und ob genau die aufgerufene Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist. Eine Casino- oder Pokererlaubnis derselben Firma deckt das Sportwettenangebot nicht ab. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist selbst nennt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum.
Aufsicht und Steuer sind zwei Paar Schuhe. Die GGL überwacht die Einhaltung der Regeln und kann Bußgelder verhängen (§ 28a GlüStV). Die Wettsteuer ist Sache des Finanzamts und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§§ 16-25 RennwLottG, § 19). Ob und wie ein Anbieter die Steuer an seine Kunden weitergibt, entscheidet er selbst; hier verweisen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedes Anbieters.
Für die zivilrechtliche Seite ist ein Verfahren beim Bundesgerichtshof relevant: Am 25. Juli 2024 legte der BGH dem Europäischen Gerichtshof die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, sofern die Behörden die Lizenzpflicht nicht ausgesetzt haben. Kein Leser sollte aus einem anhängigen Verfahren einen Anspruch ableiten — die Gerichte entscheiden einzelfallbezogen, und was als Vergleichsbasis taugt, ist heute nur die Linie, die Verfahren vorgeben.
Schutzregeln, die jede Wette auf den Davis Cup betreffen
Drei Schutzregeln greifen unabhängig vom Anbieter und vom Turnier, sobald die Erlaubnis deutsch ist. Sie stehen im Glücksspielstaatsvertrag 2021 und sind nicht verhandelbar.

Einzahlungslimit über alle Anbieter
Das monatliche Einzahlungslimit beträgt grundsätzlich 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Die Limitdatei LUGAS sorgt dafür, dass Anbieter den Gesamtbetrag sehen und einen darüber liegenden Einzahlungsversuch blockieren. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, bei nachweislich wirtschaftlich Leistungsfähigen auch darüber, höchstens 30.000 € und nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spielenden —, aber nur, wenn er die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachprüfbar belegt hat. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Wer viele Konten führt, läuft schnell gegen diese Decke.
OASIS, Panikbutton und ein Konto pro Anbieter
Die Sperrdatei OASIS wird bei Anmeldung und Login abgefragt (§§ 8, 8a GlüStV). Wer sich selbst sperren lässt, bestimmt die Dauer: mindestens ein Jahr, bei kürzerer Angabe mindestens drei Monate. Wer mitten in einer Spielphase einen Schlussstrich ziehen will, nutzt den Panikbutton (§ 6i Abs. 3): er blockiert das Konto für 24 Stunden, sofort. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt (§ 6a); Parallelspiel ist verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei kontrolliert. Vollständige Verifikation ist Pflicht; vor der Verifikation darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem 100 €-Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen zulassen.
Zahlung, Auszahlung und Anonymitätsverbot
Zahlungen laufen nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielenden lautet, bei einem Institut nach Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — Kryptowährungen und anonyme Prepaidkarten kommen damit für lizenzierte deutsche Anbieter nicht in Frage. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an keines dieser Schutzsysteme angeschlossen: kein OASIS, kein LUGAS, keine eigene Kontoverifikation, höhere Limits. Dafür bieten sie weder die rechtliche Sicherheit eines deutschen Vertrags noch die Möglichkeit, sich bei der GGL zu beschweren.
Davis-Cup-Spielplan 2026: was wann gespielt wird
Der Davis Cup wird vom Tennis-Weltverband ITF veranstaltet; die erste Begegnung 1900 war USA gegen Großbritannien in Boston. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Titeln, vor Australien mit 28 Titeln, von denen vier auf die gemeinsame Ära als Australasien entfallen. Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, 157 spielten tatsächlich; den Titel holte Italien im Finale in Bologna mit 2:0 gegen Spanien.
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe. Die erste Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar 2026, die zweite Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Begegnungen werden über zwei Tage mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen, jede Partie im Best-of-Three (zwei Gewinnsätze). Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Im Finalturnier wird pro Duell nur noch verkürzt gespielt: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel — wer den Modus nicht kennt, wettet schnell gegen die eigene Erwartung.
Für das Final 8 des Davis Cup 2026 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber.
Was auf dem Wettschein steht
Bei einem Länderduell bieten die Buchmacher Märkte auf das Gesamtergebnis (Sieg der Heimmannschaft, Sieg der Auswärtsmannschaft, in manchen Fällen Unentschieden im Davis-Cup-Sinn, wenn das Regelwerk es vorsieht) sowie auf die einzelnen Partien an: Sieger im ersten Einzel, Sieger im Doppel, Satzwetten, Handicap. Bei kurzem Modus (Best-of-Three) ist das Risiko eines vorzeitigen Ends nicht zu unterschätzen — die Quote für das dritte Einzel verschwindet, sobald die Mannschaft ihren dritten Punkt gemacht hat.
Live-Wetten sind während eines laufenden Davis-Cup-Matches nur eingeschränkt zulässig (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Erlaubt ist die Wette auf den Spielausgang und auf Komponenten, die im Sport selten vorkommen — etwa das nächste Set im Tennis. Verboten ist die Wette auf den nächsten Punkt; solche Mikromärkte sind in Deutschland generell untersagt, weil sie nahe an Manipulation und Spielsucht heranreichen. Wer beim Live-Angebot ein „next point“ findet, hat einen Anbieter vor sich, der außerhalb des deutschen Erlaubnisrahmens handelt.
Quoten verstehen: was die Marge über den Anbieter verrät
Die Quote, die ein Anbieter anzeigt, ist nicht sein Angebot an den Spielenden, sondern sein Preis für ein Risiko, das er selbst trägt. In jedem Markt eingepreist ist die Marge: der Anteil, den der Anbieter im Schnitt behält, egal wie das Spiel ausgeht. Sie ist das, was Marketing gern verschweigt.
Nehmen wir ein illustratives Duell mit zwei gleich starken Mannschaften, beide Seiten zu Quote 1,90. Die Auszahlungsquote errechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95. Die Marge dieses Marktes ist 1 − 0,95 = 0,05, also 5 %. Von jedem Euro Einsatz auf diesen Markt fließt im Schnitt 95 Cent als Gewinn zurück, 5 Cent bleiben beim Anbieter. In Märkten mit drei Ausgängen (Heim, Auswärts, und ein Davis-Cup-typischer Drittwert, wo das Regelwerk ihn vorsieht) ist die Marge höher, weil der Anbieter drei Risiken bepreist.
Die Marge variiert von Anbieter zu Anbieter, von Markt zu Markt und von Spiel zu Spiel. Bei Favoriten weiten sich die Quoten, der Außenseiter schrumpft — die Marge eines Spiels ist nicht die Marge eines Satzes oder eines Handicaps. Wer Anbieter vergleicht, vergleicht idealerweise denselben Markt zum selben Zeitpunkt; das ist auf der Seite eines Buchmachers am Quotensprung des Spiels direkt ablesbar. Die Werbung mit „besten Quoten“ hat in einer von Winamax zitierten Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball (1. April bis 30. August 2025) ergeben, dass Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Solche Studien vergleichen die Spitzenquote, nicht die durchschnittliche; ein Buchmacher, der in jedem Markt die absolute Spitze hält, gibt mehr Marge ab als einer, der sie nur in ausgewählten Märkten hält.
Hinzu kommt die Wettsteuer. Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob ein Anbieter sie an seine Kunden weitergibt, ist Verhandlungssache der AGB; einige Anbieter werben mit Steuerfreiheit, andere schlagen sie auf den Gewinn auf. Wer den Nettoeffekt berechnen will, zieht die Steuer von der Auszahlung ab, nicht vom Einsatz.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle führt die zehn Anbieter auf, die im Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen. Sie ist nach der Erstausstellung der Erlaubnis sortiert; das ist keine Empfehlung, sondern eine sachliche Ordnung. Eine Wettsteuer-Regelung des Anbieters ist hier nicht ausgewiesen, weil die Angaben dazu zwischen Hauptkonto und Bonusphase variieren und nur das jeweilige AGB-Werk verbindlich Auskunft gibt.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Erlaubnisinhaber Tipwin Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 09.10.2020 |
| bwin | Erlaubnisinhaber bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Erlaubnisinhaber Bet-at-home.com Internet Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 02.11.2020 |
| NEO.bet | Erlaubnisinhaber Greenvest Betting Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 09.10.2020 |
| Tipico | Erlaubnisinhaber Tipico Co. Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 09.10.2020 |
| ODDSET | Erlaubnisinhaber ODDSET Sportwetten GmbH, Erlaubnis durch Regierungspräsidium Darmstadt vom 15.12.2022, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 18.11.2020 |
| 888sport | Erlaubnisinhaber 888 Germany Limited, Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar (London Stock Exchange seit 2005), GGL-Whitelist (Sportwetten) | 30.06.2021 |
| Betway | Erlaubnisinhaber Betway Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 09.03.2021 |
| Betano | Erlaubnisinhaber Betkick Sportsbetting Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 19.02.2021 |
| LeoVegas | Erlaubnisinhaber LVSports Limited, GGL-Whitelist (Sportwetten) | 21.10.2024 |
Jeder Eintrag steht für sich: die Folgeerlaubnis nach Ablauf der ersten Fünf-Jahres-Frist ist in der Whitelist mit aktualisiertem Datum geführt, im hier ausgewerteten Stand für mehrere Anbieter zwischen Ende 2022 und Anfang 2024. Die Whitelist nennt kein Enddatum; eine laufende Erlaubnis gilt so lange, bis die GGL sie entzieht oder der Anbieter sie zurückgibt. Für die Frage, ob ein Anbieter heute Tenniswetten anbieten darf, ist nur dieser Status entscheidend — nicht, wie lange er schon am Markt ist.
Tipwin: etablierter Anbieter mit DBB-Partnerschaft
Tipwin ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist. Über den Sportwetten-Rahmen hinaus ist Tipwin Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft wurde bis 31. Dezember 2026 verlängert — das macht den Anbieter für Sportarten sichtbar, die sonst eher im Schatten der Fußballgroßmächte stehen. Für Davis-Cup-Wetten bedeutet das: ein Anbieter, der im deutschen Sportverbandsterrain verwurzelt ist und nicht erst seit dem GlüStV 2021 mitmischt. Wer auf eine seriöse, deutsche Ausrichtung Wert legt, ist hier richtig; wer Spitzenquoten sucht, vergleicht.
bwin: der Markenname im deutschen Sportwetten-Markt
Bwin gehört zu den bekanntesten Marken im europäischen Sportwetten-Geschäft und ist über die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta auf der GGL-Whitelist geführt, mit Erstausstellung am 9. Oktober 2020. Der Mutterkonzern Entain betreibt ein breites Tennisangebot mit Vorlauf- und Live-Quoten. Für Spielende, die auf eine etablierte Marke mit großer Tennisabdeckung setzen, ist bwin ein naheliegender Anker im Vergleich; über die genauen Quoten zum Zeitpunkt eines Davis-Cup-Matches entscheidet der Blick auf den Wettschein zum Zeitpunkt des Spiels.
bet-at-home: solide Basis, weniger Versprechen
Bet-at-home ist über die Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele datiert auf den 28. Dezember 2022. Der Anbieter tritt im Markt eher zurückhaltend auf und konzentriert sich auf das Kerngeschäft. Wer keinen Bonus-Bombast braucht und einen klar strukturierten Wettschein schätzt, findet hier ein unaufgeregtes Angebot.
888sport: internationaler Konzern, deutsche Plattform
888sport ist über die 888 Germany Limited auf der GGL-Whitelist geführt. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Erstausstellung der deutschen Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 15. Dezember 2022. Der Anbieter bringt die Konzern-Infrastruktur eines internationalen Anbieters mit, ohne dass das deutsche Angebot dadurch unübersichtlich wird. Wer Vergleichsquellen aus Großbritannien und Irland kennt, findet hier eine vertraute Struktur mit deutschem Rechtsrahmen.
Betano: Features im App-Profil
Betano ist über die Betkick Sportsbetting Limited auf der Whitelist, mit Erstausstellung am 19. Februar 2021 und Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder, mit dem Spielende mehrere Märkte eines Spiels kombinieren, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Davis-Cup-Wetten bedeutet das: ein Anbieter, der Cash Out und einen Wettkonfigurator mitbringt, mit Live-Streaming von ATP- und WTA-Turnieren, was für Spielende interessant ist, die Spiele nicht nur tippen, sondern verfolgen wollen.
ODDSET: deutsche Wurzeln, stationär und online
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der ODDSET Sportwetten GmbH. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Die Erstausstellung der GGL-Whitelist datiert auf den 18. November 2020. ODDSET ist einer der wenigen Anbieter, der das klassische Wettgeschäft aus der Annahmestelle kennt und online führt — wer auf eine deutsche Wurzel Wert legt und das bekannte ODDSET-Format aus der Vor-Ort-Welt kennt, ist hier richtig.
NEO.bet: schmaleres Portfolio, klare Struktur
NEO.bet ist über die Greenvest Betting Limited auf der Whitelist, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet tritt im deutschen Markt weniger präsent auf als die Platzhirsche, ist aber voll lizenziert. Für Spielende, die einen Wettanbieter ohne Reizüberflutung suchen und sich auf die wenigen großen Turniere konzentrieren, kann ein schmaleres Portfolio ein Vorteil sein: weniger Ablenkung, klarere Märkte.
Betway: Cash Out und Konfigurator+ im Profil
Betway ist über die Betway Limited auf der Whitelist, mit Erstausstellung am 9. März 2021 und Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Wer auf den Davis Cup wettet und den Wettschein vor Spielende absichern will, findet hier ein funktionierendes Cash-Out-Werkzeug; ob der Wettkonfigurator für Tennis-Mannschaftsduelle verfügbar ist, hängt vom konkreten Spielangebot ab.
Tipico: deutscher Marktführer mit BGH-Verfahren
Tipico ist über die Tipico Co. Limited auf der Whitelist, mit Erstausstellung am 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Tipico ist in Deutschland Marktführer bei Sportwetten, mit hoher Wettstellen-Dichte und einer starken Fußball-Ausrichtung. Die App „Tipico Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, mit „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten während des Spiels. Beim Namen Tipico ist das in der Rechtslage beschriebene BGH-Verfahren zu beachten: ein anhängiges Zivilverfahren, in dem ein Spielender die Rückzahlung von Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 fordert, weil die Wetten zu dieser Zeit ohne deutsche Erlaubnis zustande kamen. Das Verfahren sagt nichts über den aktuellen Betrieb; es zeigt aber, dass die deutsche Erlaubnis rückwirkend Streit auslösen kann.
LeoVegas: jüngster Erlaubnis-Inhaber im Feld
LeoVegas ist über die LVSports Limited auf der Whitelist, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 und Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. LeoVegas ist damit der jüngste Anbieter im Feld der hier verglichenen Erlaubnisinhaber. Die Marke kommt aus dem Mobile-Casino-Bereich und überträgt diese Ausrichtung auf das Sportwettenangebot; für Davis-Cup-Wetten heißt das: ein Anbieter, der auf mobile Bedienung setzt, ohne dass das Tennisangebot zwangsläufig die Tiefe der etablierten Anbieter erreicht.
Welcher Anbieter passt zu wem
Wer nur ab und zu einen Schein abgibt und keine App-Höchstleistungen erwartet, ist mit Tipwin, NEO.bet oder LeoVegas gut bedient: klare Strukturen, deutsch lizenziert, keine Konzernüberforderung. Wer internationales Flair und Cash-Out schätzt, liegt bei Betano oder Betway. Wer im deutschen Markt verankert bleiben will, greift zu ODDSET oder Tipico. Wer Wert auf Markenwert und Marktdurchdringung legt, ist bei bwin und 888sport richtig. Wer den schmalen, konzentrierten Wettschein sucht, ist bei bet-at-home aufgehoben.
Die entscheidende Variable ist nicht die Marke, sondern das Verhalten: Wer sein Einzahlungslimit über alle Anbieter im Blick behält, seine Belege für eine eventuelle Limit-Erhöhung bereitlegt, Cash Out nur als Werkzeug und nicht als Strategie begreift und die Quoten erst kurz vor dem Spiel vergleicht, holt aus jeder dieser Plattformen das Beste heraus. Wer hingegen mit Bonusjagd und Parallelkonten spielt, läuft schneller gegen die Schutzregeln, als ihm lieb ist.
Häufige Fragen
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die erste Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die zweite vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber. Stand: 2026.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Jede Begegnung wird an zwei Tagen mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen, alle Partien im Best-of-Three. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Ausgezahlt wird nach dem offiziellen Ende des Events; laufende Wetten auf Partien, die nicht mehr stattfinden, werden von den Anbietern nach deren AGB behandelt — ein Blick in die Wettregeln vor dem Tipp schützt vor bösen Überraschungen.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Erkennbar ist das ausschließlich über die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Whitelist ist öffentlich und wird in Halle (Saale) geführt; im hier ausgewerteten Stand vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; die Casino- oder Pokererlaubnis desselben Anbieters deckt das Sportwettenangebot nicht ab.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?
Erlaubt sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV Live-Wetten auf den Spielausgang und auf Komponenten, die im Sport selten vorkommen — beim Tennis zählt das nächste Set dazu. Verboten ist die Wette auf den nächsten Punkt: solche Mikromärkte sind in Deutschland generell untersagt, weil sie nahe an Manipulation und Spielsucht heranreichen. Wer ein „next point“-Angebot findet, ist bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gelandet.
Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Wettsteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Anteil, den ein Anbieter im Durchschnitt behält. Bei zwei Ausgängen zu Quote 1,90 ist die Auszahlungsquote 0,95 und die Marge 5 %. Bei drei Ausgängen fällt sie höher aus, weil der Anbieter drei Risiken bepreist. Die Wettsteuer von 5,3 % auf den Nettoeinsatz (entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags) wird vom Veranstalter geschuldet; ob er sie an die Spielenden weitergibt, steht in seinen AGB. Wer den Nettoeffekt berechnen will, zieht die Steuer von der Auszahlung ab, nicht vom Einsatz.
Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?
Die Bonussumme ist, was im Werbeversprechen steht; Mindestquote und Umsatzbedingungen sind, was die Wette tatsächlich kostet. Eine niedrige Mindestquote nimmt mehr Märkte in die Bonusbedingung auf, eine hohe schränkt sie ein. Eine hohe Umsatzbedingung verlängert die Bonusphase und damit das Risiko, dass ein Wettverlauf den Bonus auflöst, bevor die Bedingung erfüllt ist. Wer Boni vergleicht, vergleicht immer das Verhältnis aus Bonussumme, Umsatzfaktor und Mindestquote — die Summe allein ist Werbung, nicht Information.
Erstellt vom Redaktionsteam „Wettlizenzinfo”.
